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Kreative Potentiale und Fähigkeiten können durch Kunst- und Gestaltungstherapie neu entdeckt werden. Durch gestalterische Arbeiten, aber auch in der Betrachtung von Kunst findet sich ein visueller Zugang zum Unbewussten. In der Praxis werden kunsttherapeutische Verfahren um tiefenpsychologische Grundlagen ergänzt.

Der Schilderung eines Traums, eines Symptoms oder Ereignisses, d.h. einer gelebten Erfahrung zuzuhören ähnelt der Betrachtung von Kunstwerken . Das Selbst manifestiert sich auch in Symbolen (Freud, Jung, Fromm, Kohut), die sich in Träumen, Kunstwerken und Gestaltungen wiederfinden und erkannt werden können.

Die Kunst- und Gestaltungstherapie hat sich im Klinikbereich als eigenständige Profession bewährt. Im Bereich der Psychiatrie, Psychosomatik, in der Kinder- und Jugendtherapie hat die Kunsttherapie zu Fortschritten in der gesamten Therapiebehandlung beigetragen. Bei Einschränkungen der verbalen Kommunikationsfähigkeit, bei schweren Persönlichkeitsstörungen ist Kunsttherapie ein wertvolles Mittel, um Kommunikationsprozesse wieder zu ermöglichen. Kunst- und Gestaltungstherapie hilft bei der Ausdrucksmöglichkeit, fördert Katharsis, trägt zur Einsichtsvermittlung, Selbstaktualisierung und Ich-Stützung bzw. Ich-Stärkung bei.

Georg Franzen

Master Studiengang Künstlerische Therapien
Kunsttherapieausbildung am staatlich anerkannten Ausbildungsinstitut für Psychotherapie INITA, Hannover
Berufsverband für Kunst- Musik- und Tanztherapie (BKMT)
Internationale Gesellschaft für Kunst, Gestaltung und Therapie (IGKGT)

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